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Gefährliche Sondermüllentsorgung

15.03.2007

Eine folgeschwere Sondermüllentsorgung !

Wie es öfters passiert, man repariert sein Auto oder Moped selbst und spart sich dadurch nicht nur Kosten, es kann einem zünftigen Hobbyhandwerker auch ordentlich Spaß machen. Dies wäre ja ganz und gar nicht verwerflich, wenn nicht immer das Problem mit der Entsorgung der Altteile und Reststoffen wäre.

Ein scheinbar ganz schlauer Pfaffstättner hatte einige Liter Benzin übrig und hatte eine für ihn kostengünstige Idee zur Entsorgung. Kurzerhand in der Prechtlgasse in den Regenwasserkanal geleert und schon war er die Sache los. Er braucht ja nur zu warten, bis es finster wird, dann wird man ja auch nicht gleich gesehen. Was sollte man denn auch sonst mit Altbenzin tun. Im eigenen Garten will man ihn ja schließlich auch nicht in ein Blumenbeet leeren. Zu einer Tankstelle fahren und ihn dort abgeben macht Umstände. Bis zur nächsten Problemstoffsammlung warten, dauert zu lange. Einfach in den Kanal, das geht schnell und sauber.

Diese "glorreiche" Idee verursachte am Mittwoch den 14. März 2007 für einige Feuerwehrleute einen nicht ganz ungefährlichen Einsatz. Von den verursachten Kosten ganz zu schweigen. Die Schweinerei war im halben Ort deutlich zu riechen. Bei einem Heurigen drang der Benzingeruch derart stark in das Schanklokal, dass die Heurigengäste fluchtartig das Lokal verließen. Die Freiwillige Feuerwehr Pfaffstätten hatte auf der Suche nach der Herkunft dieses Gestankes unzählige Kanaldeckel zu öffnen bis endlich in der Prechtlgasse die illegale "Entsorgungsstelle" gefunden werden konnte.

Nur eine sofortige Verständigung der Kläranlage in Traiskirchen verhinderte ein drohendes kippen des ökologisch sensiblen Klärwerkes. Gleichzeitig musste die Freiwillige Feuerwehr Möllerdorf mit dem "Gefährliche Stoffe" - Fahrzeug angefordert werden, denn durch die Benzindämpfe in der Kanalleitung bestand  Explosionsgefahr. Nur Unmengen an teurem Bindemittel und vor allem der freiwillige Einsatz von Feuerwehrmännern verhinderte eine Katastrophe. 

Nicht auszudenken was alles hätte passieren können. Nicht auszudenken welche Folgekosten beim kippen der Kläranlage entstanden wären. Gott sei Dank ist nichts passiert, die Kosten für das teure Bindemittel muss und wird die Gemeinde verschmerzen. Die zahlreichen Einsatzstunden der Feuerwehrmänner aus Pfaffstätten und Möllersdorf werden ohnehin freiwillig geleistet, dafür sind die ja da.  Egal, das bezahlt ja ohnedies alles die Allgemeinheit.

Aber so leicht wird es dem Verursachen diesmal nicht gemacht werden. Es wurde die Anzeige bei der Polizeiinspektion Baden erstattet. Die Ermittlungen sind aufgenommen worden. Sachdienliche Hinweise sind an die Polizeiinspektion Baden erbeten.

Von

GGR Karl R. PIFFER